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Völkerverluste im Winter


"Alle Jahre wieder..." wäre man fast versucht, zu singen. Es sind auch immer die gleichen Anzeichen:

  • "Ich habe die Völker so stark eingewintert und jetzt sind alle weg."
  • "Ausgerechnet die stärksten Völker sind eingegangen."
  • "Im Jänner sind sie noch so schön geflogen,..."
  • "Ich verstehe das nicht, das Winterfutter ist nicht angerührt und die Beuten sind Bienenleer."

Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist es ganz leicht eine Antwort darauf zu geben. Das Varroaproblem wird offensichtlich mehr und mehr bagatellisiert. Der Hauptgrund für die Völkerverluste sind Varroa-Schäden, in einigen Fällen ist es ein Mangel an Winterfutter und nur ganz, ganz selten kommen andere Gründe in Frage.
Man richtet sich schon darauf ein, doppelt so viele Völker einzuwintern, als man im nächsten Jahr benötigt, weil sowieso die Hälfte der Völker den Winter nicht übersteht. Hand aufs Herz, lieber Imkerkollege, Sie sitzen wahrscheinlich alleine vor dem Computer und lesen diese Zeilen, Sie können zu sich selbst ganz ehrlich sein, denn Sie brauchen jetzt niemandem Rede und Antwort stehen. Wie hat die Varroa-Behandlung ausgesehen? Können Sie ruhigen Gewissens sagen, alles Menschenmögliche getan zu haben, um Ihre Stachelritter von ihren Parasiten zu befreien?
Es ist durchaus möglich, dass Sie mit der Ameisensäure behandelt haben und jetzt trotzdem ohne Bienen dastehen. Es ist auch möglich, dass Sie das Bienenwohl verwendet haben und jetzt keine Bienen mehr haben. Es kann sogar sein, dass Sie einen Oxalsäureverdampfer benutzt haben und auch abgestürzt sind. Gleiches gilt für Thymolpräparate, Milchsäure und was es sonst noch alles gibt. Sollten Sie mit Apistan behandelt haben, erübrigt sich eine weitere Diskussion, denn selbst wenn die Streifen voriges Jahr tadellos gewirkt haben, sind die Milben von einem aufs nächste Jahr ganz plötzlich resistent und die Wirkung ist gleich null - Absturz.
Jede Behandlungsmethode hat ihre Regeln, die es gilt strikt einzuhalten! Der oberste Grundsatz ist: Keine Behandlung, ohne Erfolgskontrolle! Bevor überhaupt mit irgendeiner Entmilbung begonnen wird, muss einige Tage vorher ein Varroa-Diagnosegitter eingelegt und der natürliche Varroa-Abfall kontrolliert werden. Wenn das Diagnosegitter 5 Tage lang eingelegt wurde, muss die ausgezählte Varroamenge durch 5 dividiert, und das Ergebnis mit 120 multipliziert werden, dann erhalte ich die ungefähre Anzahl der Milben, die sich in diesem Volk befinden.

Beispiel: Innerhalb von 5 Tagen fallen 80 Varroen:

    80 : 5 = 16 x 120 = 1920

Im Volk befinden sich also zirka 1920 Varroen. Jede Behandlung, die ich mache, muss sich an dieser Zahl orientieren. Dabei sind aber auch wieder einige Umstände zu berücksichtigen: Die Varroen fallen nach der Entmilbung nicht alle sofort herunter, sondern das kann sich so lange erstrecken, als die Verdeckelte Bienenbrut zum Schlüpfen braucht, denn die Varroen, die in der verdeckelten Brut absterben, können ja erst herunterfallen, wenn die Zelldeckel durch den Bienenschlupf geöffnet werden. Eine sichere Diagnose der restlichen im Volk befindlichen Milben ist daher erst ca. 3 Wochen nach der Behandlung möglich. Dann muss die Anzahl der abfallenden Varroen gravierend geringer sein, als vor der Behandlung. Ist das nicht der Fall, weiß ich, dass irgendetwas nicht geklappt hat und ich kann darauf reagieren. Zähle ich die abfallenden Varroen nicht, weiß also nicht, wie viele Milben vorher und wie viele nachher drinnen sind, erkenne ich einen Behandlungsfehler nicht! 
Es kommt sehr oft vor, dass Imker sagen, bei der Behandlung sind fast keine Milben herunter gefallen und fälschlicher Weise schlussfolgern, weitgehend varroafrei zu sein. Das entpuppt sich meistens als fataler Irrtum. Wenn ich nicht weiß, wie viele Varroen sich in meinem Volk befinden, kann ich mit einer Abfallrate während der Behandlung nichts anfangen. Ich weiß weder, ob ich wirklich nur wenige Varroen habe, oder ob die Varroen resistent sind (bei Apistan z.B.) oder ob die Behandlungsmethode fehlgeschlagen hat (evtl. zu wenig Ameisensäure oder die falsche Methode zur falschen Zeit...).
Die größten Fehler werden gemacht, wenn die zulässigen Methoden zur falschen Zeit angewendet werden. Ganz abgesehen davon, dass das Gesetz die Oxalsäure nur von Mitte Oktober bis Ende Jänner zulässt, macht eine Verwendung außerhalb dieses Zeitraumes nur Sinn, wenn ich entweder Kunst- oder Naturschwärme behandle! Warum? Die Oxalsäure wirkt nicht in die verdeckelte Brut und der Großteil der Varroen befindet sich in der verdeckelten Brut. 
Einige findige Imker sagen, dass man eine ganze Brutperiode im Abstand von jeweils einer Woche mit der Oxalsäure (oder mit Bienenwohl) behandeln muss und man hat einen hervorragenden Erfolg. Irrtum Kollegen! Diese Rechnung hat einen entscheidenden Fehler: Nach ca. 8-12 Stunden ist die Wirksamkeit der Oxalsäure gleich null. Was passiert mit den Varroen, die aber am 2. oder 3. Tag nach der Anwendung schlüpfen, die befinden sich bei der nächsten Behandlung schon wieder in der verdeckelten Brut um für weiteren Nachwuchs zu sorgen. 

Das verleitet mich zu einer einfachen Milchmädchenrechnung:

  • ca. 80% der Varroen befinden sich in der verdeckelten Brut. 
  • Wenn ich mit der Oxalsäure behandle, aber noch verdeckelte Brut in den Völkern habe, erreiche ich ja nur die 20% der Varroen, die auf den erwachsenen Bienen sitzen. 
  • Es ist auch eine Tatsache, dass sich die Zahl der Varroen, die sich im Bienenvolk (mit Brut) befindet monatlich verdoppelt. 
  • Nun zur Milchmädchenrechnung:
      Während der ersten Behandlung mit Oxalsäure (ebenso Bienenwohl) erreiche ich von den 100% Varroen im Volk nur 20% = 80% Restmilben. Da sich die Varroen innerhalb von 4 Wochen verdoppeln, liegt auf der Hand, dass innerhalb einer Woche bis zur nächsten Woche 1/4 der im Volk befindlichen Restmilben dazukommt und ich bin wieder auf 100%!
      In Zahlen: Anfangsbefall: 1000 Varroen; nach der 1. Behandlung fallen 200 Varroen ab und es bleiben 800 Restmilben über. Innerhalb einer Woche entwickelt sich ca. 1/4 der im Volk befindlichen 800 Milben dazu, das sind 200. Das heißt im Klartext, dass ich bei der 2. Behandlung wieder diese 1000 Milben im Volk habe.


WO LIEGT DER SINN DIESER BEHANDLUNGSMETHODE?

Lassen Sie sich nicht von Imkerkollegen verleiten einer nicht erprobten Methode zu folgen! Selbst wenn dieser Imker behauptet, bereits voriges Jahr dieses System mit Erfolg angewendet zu haben. Dieser Imker vergisst dabei völlig, dass ein Bienenvolk, welches gar nicht entmilbt wird, oftmals über den ersten Winter drüberkommt und erst im darauffolgenden Bienenjahr oder erst im nächsten Winter unter der Last des Varroa-Druckes zusammenbricht. Und genau dieser Effekt kann dann eintreten, wenn Sie es so machen, wie dieser Imker sagt. Nicht selten werden ganze Vereine gleichzeitig bienenlos, denn leider zählt oft das mehr, was der mit der meisten Überzeugungskraft sagt und nicht das, was uns die Vernunft raten sollte! 
Der Österreichische Imkerbund hat in Zusammenarbeit mit dem Bieneninstitut ein Varroakonzept ausgearbeitet, welches aufzeigt, wie einfach die Entmilbung ist und wie sinnlos diese großen Völkerverluste sind.


 
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