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Gesund/Krank Basiswissen


Gleichgewicht (Bienenvolk-Erreger) = GESUND, latente Infektion
Gestörte Beziehung (Bienenvolk-Erreger) = KRANK

Das Gleichgewicht ist laufend bedroht.

Gesund heißt auf jeden Fall: Natürliches, artgemäßes Verhalten; körperliches Wohlbefinden. Die Leistung eines Tieres (Bienenvolkes) alleine ist nicht geeignet, den Gesundheitszustand zu beurteilen. Maßnahmen, welche die Leistung steigern, müssen den Gesundheitszustand nicht verbessern - sie können auch negativ beeinflussen (z.B. Volk in der Haupttracht entweiseln). Hohe Leistung in einer naturgemäßen Haltung lässt aber schon auf gesunde Völker schließen.

Krank sein muss nicht heißen, dass ein Bienenvolk Krankheitszeichen zeigt. Ein kleines Brutnest ist aber immer ein Warnsignal, denn eine Bienenkönigin bebrütet immer alle desinfizierten Zellen! Flugunfähige, unkontrolliert herumkrabbelnde Bienen, evtl. im Zusammenhang mit geschwächten Völkern, das sind die Anzeichen für fast alle Bienenkrankheiten. Fütterung und Haltung verursachen ca. 80% der Bienenkrankheiten. Sollte eine Bienenkrankheit (Seuche) ausgebrochen sein, helfen weder Schuldzuweisungen noch Verschleierungsstrategien. Offenes Bekennen zu einer Krankheit ist der einzig richtige Weg die Völkersanierung effektiv durchführen zu können.

Krankheitsvorbeugung ist bei allen Tieren besser als Heilung. Zur Vorbeugung gehört, dass man als Imker weiß: Tiere (auch Bienen) müssen bei der Nahrung immer aus dem Vollen schöpfen, um Leistungen bringen, und Krankheiten bekämpfen zu können. Ableger gehören sofort und ausreichend gefüttert. Trachtlücken und Schlechtwetterperioden müssen immer mittels Lückenfütterung ausgeglichen werden. Es ist ganz wichtig, dass nach der letzten Honigentnahme im Herbst (beim Abräumen) sofort offenes Futter gegeben wird.
Wenn man seine Völkerführung weitestgehend der Natur anpasst, ist wesentlich weniger mit Krankheiten zu rechnen, als wenn die Biene mit Gewalt an unnatürliche Abläufe oder Maßnahmen gewöhnt werden soll.
Es sind in jedem Bienenvolk fast alle Erreger sämtlicher Krankheiten nachweisbar. Von der Kalkbrut über die Nosema, bis hin zur Faulbrut warten die Viren, Pilze, Bakterien und Parasiten permanent auf geeignete Vermehrungsbedingungen. Ein Bienenvolk stirbt nie an nur einer Krankheit. Es beginnt jeder Zusammenbruch mit dem Ausbruch einer Krankheit, welche den Nährboden für die nächste bereitet (Sekundärinfektion) und damit nimmt das Schicksal auch seinen Lauf. Der Umstand, daß ab einem gewissen Zeitpunkt eine Krankheitsvielfalt herrscht, macht einen Medikamenteneinsatz nicht nur unmöglich sondern auch überflüssig.
Das Bienenmaterial spielt in einem gesunden Volk eine sehr große Rolle. Die Carnica-Biene reagiert auf mitteleuropäische Verhältnisse am idealsten. Kreuzungen, die zwar normalerweise vitaler sind (besonders bei den Säugetieren), sind aber nicht so standortangepasst und daher viel krankheitsanfälliger.

Untersuchung des Wintertotenfalles: Es wird deshalb hauptsächlich (neben Tracheenmilbe und Amöben) auf Nosema untersucht, weil die Nosemasporen leicht nachweisbar sind und der Befallsgrad auf die allgemeine Krankheitsanfälligkeit der Völker schließen lässt. Bei schwachen, ungesunden Völkern ist die Nosema meist sehr häufig nachweisbar und lässt (als Sekundärinfektion) den Ausbruch anderer Krankheiten befürchten. Wenn (fast) keine Nosemasporen gefunden werden, kann man davon ausgehen, nachdem nicht einmal die toten Bienen krank sind, muss das Volk sehr gesund sein.

Umwelt des Bienenvolkes
Der Imker ist der wichtigste Umweltfaktor für die Biene, denn er beeinflusst und bestimmt sämtliche Abläufe und Zustände (Alter und Anordnung der einzelnen Waben, Größe des Brutnestes, Wabengröße, Tag der Bearbeitung, ...)

Infektion

Krankheitsanfälligkeit

  1. Umwelt
  2. Erbliche Veranlagung

Infektion

  1. latente Infektion
  2. akute Infektion

Es ist grundsätzlich nicht möglich, Infektionen zu vermeiden. Man kann aber Bedingungen schaffen, die Krankheiten nicht ausbrechen lassen = latente Infektion.

Keimabwehr

  1. Erreger erliegt der Keimabwehr
  2. Gleichgewicht (latente Infektion): Es herrschen sowohl für den Erreger, als auch für das Wirtstier gleich gute Bedingungen.
  3. Akuter Krankheitsverlauf: Sekundärinfektion (Volk wird durch akute Krankheit so geschwächt, dass andere latente Infektionen akut werden)

Falsche Völkerführung bedeutet Zunahme des Infektionsdruckes

  1. Letzte Honigentnahme ohne rasche Futterergänzung (Vorrat mindestens 10 kg Futter - wird ergänzt mit 3:2-Flüssigfütterung)
  2. Auseinanderreißen des Brutnestes (Mittelwand dazwischen schieben)
  3. Teilung des Volkes bei zu geringer Volkstärke
  4. Mittelwandgabe ohne Bautrieb
  5. Bruteinschränkung
  6. Ständiges Wabenumhängen (Entfernung der Pollenvorräte aus Brutnestbereich)
  7. Langfristiger Mangel an verdeckeltem Futter
  8. Raum nicht der Volksstärke angepasst
  9. Verspätete Nachsommerbehandlung gegen die Varroa (nach Mitte August)
  10. Einwinterung zu schwacher Ableger
  11. Zu viele Eingriffe in kurzen Zeitabständen

Maßnahmen zur Reduktion des Infektionsdruckes

  • Hygienemaßnahmen (ca. 2 bis 3-jähriger Wabenumtrieb verhindert weitgehend die Brutkrankheiten)
  • Selektion (Erzeugt ein Bienenvolk wenig Kittharz, gilt es als ausgesprochen krankheitsanfällig) 20°C bis 37°C im Bienenvolk, Massentierhaltung bei 50-60000 Bienen pro Volk und Futtersäfte, die einen besseren Nährboden als die Milch darstellen, bedeuten besonders gute Keimbedingungen für sämtliche Krankheitserreger. Würde ein Bienenvolk kein Kittharz erzeugen, wäre ein Überleben kaum möglich! Daher ist bei der Vermehrung auch auf diesen Aspekt besonderes Augenmerk zu legen. Jeder Imker betreibt bei der Vermehrung Selektion. Er passt dadurch schön langsam die Biene an seine Betriebsweise an, denn es werden nur von den besten Völkern die Ableger gemacht. Diese Völker haben sich ja bereits am besten mit der Betriebsweise des Imkers zurechtgefunden.

Krankheitsanfälligkeit

Die Krankheitsanfälligkeit wird durch folgende Faktoren bestimmt:

  1. Futtermangel (vor allem keine Vorräte)
  2. Genetisch schlecht angepasstes Bienenmaterial (fremde Rassen, Bastarde)
  3. Stress (falsche Völkerführung, extremes Klima, ...): Futtermangel und erhöhte Belastungen (Raum, Mittelwandgabe zur falschen Zeit, Bienenwohnung nicht geeignet, Eingriffe in den Brutkörper..) erhöhen Stressanfälligkeit.
  4. Fehlender sozialer Futteraustausch (Mangel an offenem Futter, Königinnenpheromon wird nicht so gut verteilt). Je mehr offenes Futter in einem Volk vorhanden ist, desto mehr Futtersaft gibt es auch. Sozialer Futteraustausch ist am schönsten in verhungertem Volk zu beobachten. Bis zum letzten Futtertropfen wird unter allen Bienen aufgeteilt und alle verhungern gleichzeitig innerhalb einer halben Stunde. Beim sozialen Futteraustausch ist der Futterstrom in zwei Teile gegliedert:
    • 1. Teil: Futter wird von den Sammelbienen in den Stock gebracht und weiter bis zur Königin als Nahrung transportiert.
    • 2. Teil: Die Königin gibt im Gegenzug Königinnensubstanz (Pheromon) durch Futterweitergabe bis zur letzten Biene weiter.
  5. Blockierte Abwehrmechanismen (genetische Störungen)

Maßnahmen zur Reduzierung der Krankheitsanfälligkeit des Bienenvolkes:

  1. Standort (Klima, ausreichendes Pollen- und Nektarangebot)
  2. Beutensystem (Magazin)
  3. Starke Völker
  4. Junge, leistungsfähige Königinnen
  5. Großzügige Erweiterung
  6. Bauerneuerung (1/3 pro Jahr)
  7. Möglichst wenig Eingriffe
  8. Brutnest nicht zerreißen
  9. Völkerverjüngung
  10. Ausreichende Futterversorgung

Krankheitserreger

  • Viren (Erreger von Sackbrut und Paralyse - Muskelzersetzung)
  • Zellschmarotzer, die in einer Wirtszelle leben. (Größe 1/100000 - 3/10000mm) Viren sind mit normalem Mikroskop nicht zu sehen - nur mit Elektronenmikroskop. Viren verursachen Störung des Zellstoffwechsels, sterben aber ohne Wirtszelle sehr rasch. Sie lassen sich mit Medikamenten nicht behandeln (es müssten Wirtszellen abgetötet werden und das würde das Wirtstier töten) lediglich durch Fresszellen können sie vernichtet werden. Das Bienenblut hat so gut wie keine Abwehrmechanismen.
  • Rickettsien (Erreger der Rickettsiose): Einzellige Lebewesen, die in einer Wirtszelle leben.
  • Bakterien (Erreger von Faulbrut, Sauerbrut, Septikämie)
  • Einzellige Lebewesen mit einer hohen Vermehrungsrate. Es gibt zwei verschiedene Formen und zwar die vegetative Form und die Dauerform (Spore). Lebt in der Dauerform als Bazillus über Jahrzehnte. Bakterien können außerhalb des Wirtstieres auch leben.
  • Pilze (Erreger von Kalkbrut, Steinbrut - einzige Bienenkrankheit, die dem Menschen auch gefährlich werden kann => Lungenentzündung)
  • Pilze können Sporen bilden und werden als solche sehr leicht verbreitet. Es gibt im Sommer eine so große Pilzsporendichte, dass man permanent damit in Berührung kommt. Pilze produzieren Giftstoffe (das sind Stoffwechselendprodukte) mit krankmachender Wirkung.
  • Protozoen (Erreger von Nosema und Amöbenkrankheit) - Urtierchen
  • Insekten (Bienenlaus)
  • Milben (Tracheenmilbe - Acarapis woodi, Varroa - Varroa jacobsonii - Varroa destructor). Die Tatsache, dass die Varroa eine Milbe ist und die Biene ein Insekt, macht die Bekämpfung leichter. Die Bienenlaus ist - wie die Biene - ein Insekt und daher schwerer zu bekämpfen.

Resistenz gegen Parasiten gibt es nicht! - Bestenfalls Toleranz!

Bienenkrankheiten

Ansteckende Krankheiten der Erwachsenen Biene

  • Nosematose
  • Milbenseuche (Acariose) betrifft die Tracheenmilbe
  • Amöbenkrankheit
  • Septikämie
  • Rickettsiose
  • Paralyse

Nosematose, Acariose und Amöbenkrankheit sind die wesentlichsten ansteckenden Krankheiten. Sie lassen sich aber am besten von allen Krankheiten durch gute Haltungsbedingungen vermeiden.

Nicht ansteckende Krankheiten der erwachsenen Biene

  • Ruhr
  • Maikrankheit
  • Schwarzsucht
  • Missbildungen
  • Vergiftungen

Ansteckende Krankheiten der Bienenbrut

  • Bösartige (amerikanische) Faulbrut
  • Gutartige (europäische) Faulbrut = Sauerbrut
  • Sackbrut
  • Kalkbrut
  • Steinbrut

Nicht ansteckende Krankheiten der Bienenbrut

  • unterkühlte (verkühlte) Brut

Schädlinge der Biene

  • Varroa
  • Wachsmotte
  • Bienenlaus
  • Wespen
  • Ameisen
  • Totenkopfschwärmer
  • Pollenmilben
  • Pollenschimmel

Feinde der Biene

  • Bienenwolf
  • Bienenameisen (Mutilla)
  • Raubfliegen
  • Ölkäfer
  • Spinnen
  • Mäuse (Spitzmäuse)
  • Vögel

Allgemeines zu den Bienenkrankheiten und deren Bekämpfung
Seuchenhaftes Auftreten einer Krankheit: Man spricht von seuchenhaftem Auftreten, wenn 1/3 der Völker absterben, drohen abzusterben oder bereits abgestorben sind. In diesen Fällen ist die Grundlage für eine Anzeigepflicht gegeben. Eine Sanierung erfolgt dann ausnahmslos über Anweisung des Amtstierarztes.

Krankheitsanzeichen: Die Krankheitsanzeichen sind bei den meisten Bienenkrankheiten gleich. Um genau bestimmen zu können, um welche Krankheit es sich handelt, ist eine genaue Beobachtung der Umstände notwendig (Trachtlose Zeit - Volltracht, Frühjahr - Herbst, Warm - Kalt, ... ). Flugunfähige, krabbelnde Bienen sind das sicherste Anzeichen fast sämtlicher Krankheiten. Sollte diese Beobachtung im Frühjahr bei schwacher Tracht gemacht werden, handelt es sich wahrscheinlich um die Tracheenmilbe. Wird die gleiche Beobachtung im August gemacht, ist unter Umständen die Septikämie die Ursache.

Strategien der Krankheitsbekämpfung: Jedes Lebewesen entwickelt eine eigene Strategie zur Bekämpfung von Krankheiten. Bei den Säugetieren bekämpft jedes einzelne Tier durch Bildung von Abwehrstoffen die Krankheiten. Die einzelnen Bienen bilden keine Abwehrstoffe und bekämpfen Krankheiten auch nicht direkt. Befallene Bienen sterben außerhalb des Bienenstockes und unterbrechen damit die Infektionskette. Das Bienenvolk hat unheimlich viele Möglichkeiten auf diese oder ähnliche Art und Weise mit Krankheiten fertig zu werden. Als Imker ist man am besten beraten, wenn man den Bienen bei der Krankheitsbekämpfung nur hilft und nicht alleine die Sanierung übernimmt. Medikamente sind bei den meisten Bienenkrankheiten wirkungslos. Es ist auch eine weit verbreitete Unsitte, gegen verschiedene Krankheiten vorbeugend zu behandeln. Außer bei der Varroatose führt das nie wirklich zu einem dauerhaften Erfolg.

Sanierung von Brutkrankheiten: Die Sanierung ist bei sämtlichen Brutkrankheiten gleich wie bei der amerikanischen Faulbrut. Bei der Kalkbrut sind die Maßnahmen nicht unbedingt sofort und so radikal zu setzen, wie bei der Faulbrut. Man kann hier ohne weiteres noch bis zur Schwarmzeit warten und dann über Kunstschwärme vermehren. Waben einschmelzen und Mittelwände einsetzen. Generell ist zu sagen: je früher und konsequenter eine Krankheit bekämpft wird, desto besser die Heilungschancen. Nachfolgende Überlegungen zur Völkerführung und der vorhandenen Trachtsituation (besonders Herbst-Pollentracht) sollten zugunsten einer dauerhaften Lösung des Problems selbstverständlich sein.

Mischinfektionen
Der Großteil der Bienenvölker ist mit mehreren Erregern latent infiziert. Wenn Bienenvölker absterben, dann immer wegen Mischinfektionen.
Mögliche Maßnahmen des Imkers:

  • Hygiene
  • Betriebsweise
  • Angepasstes Bienenmaterial
  • Selektion

 
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