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Honigpreis


Einfach zum Nachdenken...

Neulich kam ein Imkerkollege zu mir, zeigte mir einen Prospekt einer Supermarktkette und deutete mit dem Zeigefinger auf den Preis von einem Halbkiloglas ausländischen Honigs. "Viel Unterschied zu unseren Preisen ist da nicht mehr", war sein Kommentar dazu. Obwohl er schon lange weg war, hat mich dieses Thema immer noch beschäftigt. Eine logische Erklärung war natürlich der Handelsboykott Chinesischer Bienenprodukte. Die großen europäischen Abfüller müssen woanders teurer einkaufen. Aber war das wirklich der springende Punkt der Diskussion mit dem Imkerkollegen, oder kam hier nicht klar zum Ausdruck, dass der Handel auf Dinge reagiert, die wir Imker meistens nicht wahrhaben wollen?

Seit ich mit der Imkerei zu tun habe, kostet das Kilo Honig im Weinviertel 85 Schilling. Umgerechnet sind das 6,18 Euro. Das heißt mit anderen Worten, dass der Honigpreis über Jahrzehnte unverändert auf dem gleichen Niveau geblieben ist.

Mit der Einführung des Euro passierte etwas völlig Kurioses: Die Imker wollten ihren Kunden unbedingt "glatte" Verkaufspreise bieten und änderten die Preise. Aus dem Halbkiloglas, welches umgerechnet 3,27 Euro kosten würde, wurden plötzlich 3,20 Euro. Die 6,18 Euro verwandelten sich gar zu 6 Euro. Bei den 3,63 Euro für seltenere Honigsorten wurde auf 3,50 Euro geglättet und die 6,54 Euro "nur" auf 6,50.

Kollegen, Kollegen, sind wir denn noch zu retten? Die Supermarktkette reagiert ganz klar auf geänderte Produktionsbedingungen, und dabei geht es nicht nur um den Honig, den ich nicht mehr so billig bekomme. Die Glaspreise steigen ständig. Treibsoffpreise, Straßenmaut etc. verteuern die Transportkosten enorm. Energiekosten sind so hoch, wie schon lange nicht mehr. Ich könnte diese Seite mit Beispielen füllen, die eine Verteuerung sofort rechtfertigen, aber wir Imker reagieren noch immer nicht. Also möchte ich hier einige Preisvergleiche anstellen, die besonders uns Imker betreffen. Ich habe mir eine Preisliste eines Imkerfachgeschäftes aus dem Jahr 1980 angesehen und mit der Preisliste des gleichen Geschäftes aus dem Jahr 2001 verglichen. Die letzten Details stammen aus dem Bienenvater der gleichen Jahre:

Ein Abkehrbeserl kostete 1980 ATS 15,- 2001 ATS 42,-; 1000 vermessingte Ösen verteuerten sich von ATS 29,- auf ATS 55,- ; ein 1980 neu erschienenes Honig-Doppelsieb Edelstahl 24cm um ATS 288,- kostete 2001 ATS 498,- ; die Entdeckelungsgabel "Rekord" von ATS 200,- auf ATS 435,- und eine Holz-Bienenbeute gefalzt, bestehend aus Boden, 3 Zargen, Futterdeckel und Dach im Zandermaß verteuerte sich von ATS 850,- auf ATS 1270,-. Spitzenreiter war die Mittelwand-Gießanlage Zander mit Silikonkautschuk-Zellprägung, wassergekühlt, welche den Preis von ATS 2840,- auf ATS 8300,- fast verdreifacht hat. Bei den Gläsern ist ein Preisvergleich schwierig, da 1980 in Kunststoffbecher abgefüllt wurde (ATS 3,70 auf ATS 7,80). Ein Glas fand sich allerdings doch in der alten Preisliste um ATS 4,- und in der neuen um ATS 6,90, wobei ich nicht weiß, ob diese Gläser wirklich vergleichbar sind. Interessant auch das Porto für die Bestellkarte: 1980 ATS 2,50 und 2001 ATS 6,50. Schlussendlich interessiert uns ja noch der Preis für das Bienenmaterial. Kostete 1980 die teuerste belegstellenbegattete Reinzuchtkönigin, die ich im Bienenvater finden konnte ATS 280,- und ein Brutableger 5 Waben mit ebendieser Königin ATS 800,- so wurden 2001 ATS 600,- für eine ACA-Reinzuchtkönigin und ATS 1500,- für den vergleichbaren Brutableger ohne weitere Diskussion akzeptiert.

Wenn wir die Mittelwand-Gießanlage, welche nicht jeder Imker unbedingt braucht, weglassen und sämtliche Preise gemeinsam miteinander vergleichen, kommen wir auf eine Preissteigerung von 79% in 21 Jahren. Wie reagieren wir Imker darauf? Wir senken unsere Honigpreise. Interessant ist auch die Aussage von Imkern, die ihre Honige noch weit unter diesen Preisen verkaufen: "Trotz des billigen Preises verkaufe ich um kein Kilo Honig mehr, als mit höheren Preisen." Jetzt, muss ich gestehen, verstehe ich die Welt nicht mehr. Ist die Imkerei wirklich nur Hobby, oder steckt vielmehr harte Arbeit, viel Zeit, großes Wissen und viel investiertes Geld dahinter?

Im Bienenvater 2/1980 finden wir eine Kostenaufstellung für den Imker-Einsteiger. Die jährlichen Betriebskosten werden mit dem Gegenwert von 6kg Honig pro Volk angegeben. In dieser Rechnung sind alle Kosten inkludiert, also auch die Nachschaffung von Königinnen, Winterfutter, Beutenerneuerung, Treibstoffspesen, Honiggläser, Mieten etc. etc. Hand aufs Herz, geht sich das heute noch so aus? Was ist eigentlich unsere Arbeitszeit wert? Bleibt überhaupt noch so viel Geld über, dass wir von mehr als einem Hobby sprechen können? Wie sieht es mit den Großhandelspreisen aus? Ist die Produktion von Honig noch rentabel, wenn ich pro Kilo nur mehr 2 - 2,50 Euro bekomme?

Ich glaube, dass wir uns alle gemeinsam Gedanken über unsere Preisgestaltung machen sollten. Wir sollten uns überlegen, ob es sinnvoll ist, wenn der Nachbarimker seinen Honig um 6 Euro anbietet, dass wir mit 5,50 Euro Kunden locken wollen. Wir müssen darüber nachdenken, ob das internationale Transportfass das richtige Lagergefäß und das Gurkenglas das richtige Verkaufsgebinde ist, denn eines ist schon klar, ein ehrlicher Preis ist nur für ein einwandfreies Produkt in einer hervorragenden Aufmachung zu erzielen. Warum kann ein Kilo Sonnenblumenhonig in Salzburg um 10 Euro verkauft werden? Nur weil es ihn dort nicht gibt, oder steckt auch da mehr dahinter? Liegt es an den Festspielgästen im Sommer, die das Preisniveau heben, oder an den Salzburgern, die mehr Geld im Börsel haben, als der Weinviertler? Im Salzburger Supermarkt kostet der ausländische Honig auch nicht mehr als im Mistelbacher Supermarkt und trotzdem wird so viel Salzburger Honig gekauft, dass die Salzburger Imker sogar im Osten Österreichs zukaufen müssen.

Vielleicht gelingt es uns, wenn wir nicht immer mit dem Zeigefinger auf den bösen Nachbarimker zeigen, sondern mit ihm gemeinsam Strategien entwickeln, dass wir den Honigpreis auf das Niveau bekommen, das ihm zusteht. Sicher nicht gleich um 79% höher als jetzt, aber ganz sicher auch nicht niedriger als vor der Euro-Einführung.

 


 
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