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Hobby- oder Erwerbsimker


In den letzten Jahren hat sich in der Imkerschaft ein derart großes Konkurrenzdenken entwickelt, welches mittlerweile die Arbeit für alle Beteiligten nur mehr erschwert. Und zwar meine ich nicht bei den Imkern untereinander, sondern vielmehr zwischen den Interessens-Verbänden.
Informelle Gespräche können teilweise nicht mehr als solche bezeichnet werden, sie sind bereits echte Konfrontationen. Emotion und Aggression vernebeln in Wahrheit das gemeinsame Ziel. Das traurige dabei ist, dass eine Lösung intern gar nicht mehr gesucht wird. Ständig werden Behörden und Institutionen missbraucht um den eigenen Standpunkt, den eigenen Interessen möglichst viel Gewicht zu geben. Aber das ist in Wahrheit ein Weg, der auf lange Sicht den Imkern selbst mehr schadet als nützt.
Es ist bereits die Rede davon: "Wenn ihr den Kuchen nicht unter euch beiden aufteilen könnt, nehmen wir ihn euch weg, sonst gibt es ohnehin nur Bröseln." Ich glaube, die Angesprochenen wissen sehr genau, was gemeint ist.

Die großen Vorwürfe, die ständig im Raum stehen, müssen einmal in einem gemeinsamen Medium kommentiert werden.
Es wird permanent behauptet, dass die Erwerbsimker nur über die kleinen Imker "drüberfahren" wollen. Das kann ich so nicht gelten lassen, wenn man bedenkt, dass Erwerbsimker auch Mitglieder in Vereinen des NÖIV sind, dort Funktionen innehaben und sehr viel Freizeit dafür verwenden um den Hobbyimkern zu helfen.

Auf der anderen Seite wird den Kleinimkern vorgeworfen, dass sie sich viel zu wenig um die Bienen kümmern und vom Imkern wenig Ahnung hätten. Auch da muss entschieden widersprochen werden. Dem Kleinimker liegt das einzelne Bienenvolk wesentlich mehr am Herzen als dem Erwerbsimker, weil er mehr persönlichen Bezug dazu aufbauen kann. Es ist ein großer Unterschied, ob ich 12 Völker zu betreuen habe oder 300. Nicht wenige Hobbyimker besuchen ständig Kurse, sind Imkerfacharbeiter oder sogar Imkermeister und suchen in der Imkerei lediglich Entspannung.

Der nächste Vorwurf, wonach jeder Erwerbsimker automatisch auch Buckfast-Imker ist, ist eigentlich eine Gemeinheit. Es gibt unter den Erwerbsimkern einige, die glauben, das Rad neu erfinden zu müssen. Wenn ich eine hervorragend angepasste Biene habe, mit der es Freude macht zu imkern und auch die Erträge stimmen, sehe ich nicht ein, eine Mehrfachlinien-Kreuzung, die schwer reproduzierbar ist und in der Wiederbeschaffung eine Menge Geld kostet, zu halten. Es kann doch die überwiegende Mehrheit der Erwerbsimker nicht irren, die keine Buckfast haben.
Hier liegt, glaube ich, die Wurzel des Übels. Diese Diskussion wurde von beiden Seiten, von Beginn an viel zu emotionell geführt. Einige wenige haben eine neue "Bienenrasse" ausprobiert und wurden natürlich prompt entdeckt. No na net. Findet doch die Paarung im Flug statt und der Buckfast-Drohn sucht nicht nur die Buckfast-Königin, wissen wir ja alle. Und auf einmal schauen die Bienen in der Umgebung ein bisserl anders aus, sind nicht mehr ganz so streichelweich oder verhalten sich allgemein irgendwie anders. Schon nahm das Schicksal seinen Lauf. Es fanden nur mehr - wenn überhaupt - Gespräche statt, die die Gemüter erhitzten, Gerichte wurden eingeschaltet und die Schlupflöcher im Bienenzuchtgesetz entdeckt. Man näherte sich Schutzgürteln von Belegstellen so weit, dass man bei der nächsten Auseinandersetzung die Sinnhaftigkeit dieser Einrichtungen ad absurdum führen konnte. Ab diesem Zeitpunkt ging es nur mehr peripher um die Sache, wichtiger war, selbst Recht zu behalten. Natürlich entfernte man sich immer mehr vom Hauptstreitpunkt und suchte Fehler und Schwachstellen bei der "Gegenseite".
Da ist es auch recht, dass der Kleinimker natürlich nicht gegen die Varroa behandelt, was allerdings die Frage aufwirft, warum doch auch eine Menge Erwerbsimker große Bienenverluste im Winter zu verzeichnen hatten.
Selbstverständlich ? wird behauptet - wird uns auch ein Erwerbsimker irgendwann den Beutenkäfer servieren, was als Argument natürlich genau so dumm ist, nimmt man doch zum Beispiel an, dass uns die Varroa-Milbe ein Wissenschaftler eingebrockt hat.
Und die Argumente werden härter und härter, die Sprache einfacher und tiefer und man lässt sich zu Kraftausdrücken hinreißen, die das Niveau zivilisierter Menschen bereits verlassen haben.

Zu allem Überfluss sucht man gar nicht mehr in Österreich nach Lösungen. Brüssel muss als Schiedsrichter herhalten und da fängt es für mich an, ungemütlich zu werden. Ich möchte in aller Ruhe meine Imkerei betreiben. Ich möchte Spaß an der Arbeit haben. Ich möchte nicht ständig mit echten Kindereien konfrontiert werden, wie: Der hat bei seinem Wanderstand keine Tränke (steht aber womöglich neben einem Bach); Der hat das Gesundheitszeugnis nicht an die Gemeinde geschickt (muss er gar nicht); Der hat kein Namensschild angebracht (hat dort aber einen Heimbienenstand); Ich will den dort nicht haben,...

Ich glaube es ist höchste Zeit wieder einmal näher zusammenzurücken und gemeinsam die Probleme zu lösen. Emotion und Neid sind keine guten Ratgeber. In Wahrheit will ein Großteil der Imker von alldem gar nichts wissen. Schneiden wir doch den Kuchen gemeinsam an und teilen ihn ehrlich auf, so lange es ihn noch gibt.

Zum Abschluss sei beiden Seiten etwas ins Stammbuch geschrieben:
Der Absatz wird schlechter und schlechter. Da ist aber nicht der Hobbyimker dran Schuld und muss daher auch nicht wirklich als Prügelknabe herhalten.
Vergessen wir auf der anderen Seite nicht, welche Leistungen der Erwerbsimker für die gesamte Imkerschaft vollbringt. Sei es in der Königinnenzucht (er hat die große Völkerzahl und kann die entsprechende Auslese betreiben). Oder sei es in der Erprobung von Geräten und Behandlungsmitteln. etc.

Noch eine Bitte: Streiten wir nicht darüber, wer für die Bestäubung besser geeignet ist, der Kleinimker durch eine größere Streuung oder der Erwerbsimker durch die größere Völkerzahl. Lassen wir doch unsere Bienen gemeinsam bestäuben und einen Beitrag für eine gut funktionierende Landwirtschaft leisten.

 


 
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